PCO Syndrom

Das PCO Syndrom (Polyzystische Ovarien) ist eine angeborene Störung des Eierstocks, dass bei circa 10% der Frauen vorkommt.

Bei einem PCO Syndrom kommt es meist zu einer Zyklusstörung. Der Menstruationszyklus ist oft deutlich verlängert mit mehr als 35 Tagen.

Viele Frauen mit einem unerfüllten Kinderwunsch leiden an einem PCO Syndrom.

Bei manchen Frauen tritt nach Absetzen der Pille gar keinen Blutungen mehr auf, nachdem zuvor unter Einnahme der Pille ein regelmäßiger (Kunst-)Zyklus bestand (Amenorrhoe).

Die Ursache für eine solche Zyklusstörung ist meist ein PCO Syndrom. Das Leitsymptom ist zunächst einmal ein zu große Eizellreserve, die zu einer Imbalance der Hormone und damit zu einer fehlerhaften Funktion des Eierstocks führt.

Schon ein gezielter Ultraschall der Eierstöcke kann die Diagnose sichern. Idealerweise kombiniert man diesen Ultraschall mit einer Hormonanalyse um sowohl die große Eizellreserve, als auch die Imbalance der Hormone zu bestätigen.

Bei einem Teil der Frauen besteht nebenbefundlich ein Übergewicht. Sollte zusätzlich eine Störung des Zuckerstoffwechsel (Insulinresistenz) festgestellt werden, kann eventuelle eine begleitende Behandlung mit Metformin hilfreich sein.

Einige Patientinnen leiden auch an einer Akne oder vermehrter Körper- und Gesichts-Behaarung. Diese sind meist durch ein Überwiegen von männlichen Hormonen bedingt.

Symptome des PCOs zusammengefasst:

  • Unerfüllter Kinderwunsch durch z.B. reduzierte Eizellqualität oder fehlendem Eisprung
  • Unregelmäßige Menstruationszyklen oder Ausbleiben der Blutung
  • Vermehrte männliche Hormone mit evtl. Aknebildung, Haarausfall oder verstärkter Körperbehaarung
  • Störung des Zuckerstoffwechsel (Insulinresistenz)
  • Verdickung der Hülle des Eierstocks (Kapselfibrose)

Da man ein PCO Syndrom medikamentös oder operativ nicht beseitigen kann, ist die PCO Diagnostik und vor allem die Therapie beim unerfüllten Kinderwunsch sehr anspruchsvoll und komplex.