Implantationsversagen (RIF)

IVF oder ICSI Therapien bringen sind von allen Methoden der Kinderwunschbehandlung die höchste Wahrscheinlichkeit auf Eintritt einer Schwangerschaft. Dennoch ist ein Erfolg nicht garantiert.

Wenn dreimalig ein Transfer von Embryonen nicht den gewünschten Erfolg bringt, spricht man vom „repeated Implantation failure“ (RIF: wiederholtes Einnistungs Versagen).

Die Gründe hierfür können vielfältig sein:

  1. Immunologische Ursachen
    Ein besonderer Schwerpunkt bei der Abklärung des RIFs liegt auf einer umfangreichen Immundiagnostik. Bitte lesen Sie alle Informationen hierzu sowie die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie hier >>
  2. Organische Ursachen
    Fehlbildungen der Gebärmutter oder Verwachsungen in der Gebärmutterhöhle, aber auch ein Gebärmutterschleimhautpolyp können für eine ausbleibende Einnistung von Embryonen verantwortlich sein, Diese sind nicht immer problemlos im Ultraschall zu erkennen. Am besten erkennt man diese mittels einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie). Häufig kann bei dieser diagnostischen Untersuchung auch gleich das Problem beseitigt werden.
  3. Samenzellqualität
    Der Embryo kann nur so gut sein, wie Ei-und Samenzelle, die miteinander verschmelzen. Viele Samenzellen haben in Ihrem Kopf kleiner Flüssigkeitsansammlungen (Vakuolen), die nach Befruchtung der Eizelle nicht zu einem optimalen Embryo führen. Unter dem „normalen“ Mikroskop sind diese nicht zu erkennen. Erst mittels eines speziellen IMSI Mikroskop kann man diese identifizieren. Dies lässt sich sowohl diagnostisch (MSOME Spermiogramm), als auch therapeutisch durchführen (IMSI Therapie).
  4. Chromosomale Ursachen
    Eine Erbgutanalyse bei Mann und Frau kann auch kleinere Störungen zu Tage fördern, die zwar im Alltag keine Beeinträchtigung mit sich bringen, aber wiederholt zu Embryonen führen können, die sich entweder nicht einnisten oder aber nach erfolgreicher Einnistungen zu einem frühen Abgang der Schwangerschaft führen.
  5. Hormonelle Ursachen
    Eine Imbalance der Hormone kann ebenfalls die Einnistung von Embryonen verhindern. Neben der Basisblutuntersuchung, wo z.B. auch die Schilddrüsenhormone bestimmt werden sollten liegt der Schwerpunkt der nach dem Transfer der Embryonen vor allem auf einem ausreichend hohem Gelbkörperhormon (Progesteron) Spiegel. Dieser sollte unbedingt zweimalig nach dem Transfer gemessen werden, damit gegebenenfalls die tägliche Dosis des Progesterons angepasst werden kann