Weiblicher Zyklus I

Um die komplizierten Vorgänge, die bis zur Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) erforderlich sind, besser zu verstehen, geben wir Ihnen an dieser Stelle einen Überblick über den natürlichen Ablauf des weiblichen Zyklus:

Der Menstruationszyklus der Frau dauert normalerweise etwa 28 Tage. Er beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung und endet mit dem Tag vor der darauf folgenden Regelblutung. Schon während der Regelblutung, die etwa 3 bis 7 Tage dauern kann, beginnt das Heranwachsen eines dominanten Eibläschens (Follikel) in einem der beiden Eierstöcke (Ovarien).

Eine genau abgestimmte Wechselwirkung zwischen Eierstock und Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) steuern das Wachstum des Eibläschens.

Die Eibläschen enthalten in der Regel im Inneren eine Eizelle.

Dieses eine Eibläschen kann sich dann zum richtigen Zeitpunkt platzen (Ovulation) und den Inhalt mit samt Follikelflüssigkeit und Ei (Oozyte) ausschütten

Menstruationszyklus
Menstruationszyklus

Weiblicher Zyklus II

Der Eisprung kann ausbleiben, wenn das Eibläschen keine ausreichende Größe erreicht hat. Dies ist häufig bei älteren Frauen der Fall.

Nach dem Eisprung wird das Eibläschen in den so genannten Gelbkörper (Corpus luteum) umgewandelt.

Die Funktion dieses Gelbkörpers ist es, die Einnistungsbedingungen in der Gebärmutter so zu beeinflussen, daß sich ein Embryo sich einnisten kann.

Bei einer gesunden Frau ist die Lebensdauer und Funktion des Gelbkörpers so ausgerichtet, dass er die ersten zwölf Tage der Schwangerschaftsentstehung unterstützt.

Ist aufgrund krankhafter Umstände die Lebensdauer des Gelbkörpers verkürzt (unter zehn Tage) oder die Funktion des Gelbkörpers so beeinträchtigt, dass die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) nicht genügend auf die mögliche Einnistung eines Embryos vorbereitet werden kann, spricht man von einer Gelbkörperschwäche (Lutealinsuffizienz).

Entwicklung und Implantation des Embryos
Entwicklung und Implantation des Embryos