KinderwunschABC (Lexikon / Glossar)

Kinderwunsch von A bis Z...

Hier können Sie nach allen Ihnen unbekannten Begriffen suchen, die mit dem Thema "Kinderwunsch" bzw. "Reproduktionsmedizin" in Verbindung stehen.

A

Abort (Fehlgeburt)

Eine Fehlgeburt, auch Abort genannt, ist eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft durch Ausstoßung und/oder Absterben einer unter 500Gramm wiegenden Frucht.

Abortsprechstunde

Spezialsprechstunde für Patientinnen mit zwei oder mehr Fehlgeburten hintereinander

Abortus imminens
drohende Fehlgeburt. Meist werden damit Blutungen in der Frühschwangerschaft beschrieben, die sich zum Glück häufig wieder stabilisieren. Manchmal auch Frühzeichen eines Aborts
ACTH-Test
Zur Überprüfung der Nebennierenfunktion. Es wird ein Medikament gespritzt und anschließend verschiedene Hormone bestimmt. Man möchte damit bestimmt Enzymdefekte in der Nebenniere nachweisen (AGS)
Adenomyosis uteri
eine spezielle Form der Endometriose, bei der Endometrium in die darunter liegende Muskulatur (Myometrium) vorwuchert. Die führt häufig zu ausgeprägten Menstruationsbeschwerden.
Adhäsiolyse
Operatives Lösen von Verwachsungen, meist mittels einer Laparoskopie, um die durch die Adhäsionen verursachten Beschwerden und Funktionsstörungen wie Sterilität zu beseitigen.
Adhäsionen
Verwachsungen, die sich z.B. nach Entzündungen, operativen Eingriffen, Blutungen oder bei Endometriose bilden Adhäsionen im Bereich der Eileiter und Eierstöcke können zur Sterilität führen
Adrenogenitales Syndrom
ein Enzymdefekt bewirkt, dass nicht ausreichend Cortisol produziert werden kann. Dadurch fallen vermehrt Vorstufen des Cortisols an, diese sind meist androgen wirksam und führen häufig zu Zyklusstörungen und Sterilität
AGS
Adrenogenitales Syndrom. Ein Enzymdefekt bewirkt, dass nicht ausreichend Cortisol produziert werden kann. Dadurch fallen vermehrt Vorstufen des Cortisols an, diese sind meist androgen wirksam
Akrosom
'Hütchen' am Kopf des Samenfadens, in dem sich notwendige Stoffe (Enzyme) befinden, welche es ermöglichen, in die Eizelle einzudringen. Siehe auch Globozoospermien
Amenorrhoe
Ausbleiben der Periodenblutung. Man unterscheidet die 'primäre' Amenorrhoe, das heißt, die Frau hatte noch niemals eine Periodenblutung, von der 'sekundären' Amenorrhoe, das heißt, sie hatte eine Periodenblutung, die plötzlich nicht mehr auftritt
Amniocentese
Punktion der Fruchthöhle zur Fruchtwassergewinnung für die genetische Untersuchung der im Fruchtwasser befindlichen Amnionzellen bzw. Hautzellen des Kindes. Eine Amniocentese zum Ausschluss von Erbkrankheiten wird zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt
Anamnese
medizinische Vorgeschichte des Patienten. Dazu gehören alle durchgemachten Erkrankungen und Operationen. Auch die Zyklus-Anamnese, also der Ablauf der Blutung in der Vergangenheit ist ein wichtiger Faktor
Androgene
männliche Hormone
Andrologie
die Wissenschaft von Störungen der männlichen Fruchtbarkeit.
Anovulation
Ausbleiben des Eisprungs. Unter Anovulation kann keine Schwangerschaft eintreten, da in anovulatorischen Zyklen kein Eisprung stattfindet. Die Zyklusdauer kann regulär, verlängert und verkürzt sein. Häufig ist die Anovulation auch mit einer Zyklusstörung verbunden.
Antikörper

Antikörper sind Proteine aus der Klasse der Globuline, die beim Menschen als Reaktion auf bestimmte Stoffe, so genannte Antigene, gebildet werden. Antikörper stehen im Dienste des Immunsystems. Antikörper werden von einer Klasse von weißen Blutzellen, den B-Lymphozyten produziert.

Antiphospholipid-Syndrom

Antiphospholipid-Syndrom, Hughes-Stovin-Syndrom, Hughes-Syndrom, Cardiolipin-Antikörper-Syndrom, Antiphospholipidantikörper-Syndrom, APA-Syndrom und Lupus Antikoagulanz.

Das Antiphospholipid-Syndrom, kurz APS genannt, ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen. An ihr erkranken zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung, vorrangig Frauen (Gynäkotropie). Typische klinische Symptome, die auf ein APS hinweisen können, sind Thrombosen, wiederkehrende Fehlgeburten und intrauteriner Fruchttod. Laborchemisch lassen sich verschiedene Antiphospholipid-Antikörper nachweisen. Man weiß heute, dass Phospholipid-Antikörper – anders als es der Name vermuten lässt – nicht direkt an Phospholipide, sondern an ihnen assoziierte Proteine binden. Dazu gehören zum Beispiel beta-2-Glycoprotein I, Prothrombin, Protein C, Protein S, Annexin V oder der Gerinnungsfaktor XII.

Aspermie
kein Ejakulat trotz Orgasmus
Assisted Hatching
Schlüpfhilfe von Embryonen aus ihrer Eihülle. Assited Hatching erfolgt in der Regel mittels eines Lasers, der die Eihülle (Zona pellucida) anritzt ohne den Embryo zu verletzen.
Asthenozoospermie
zu geringe Beweglichkeit der Spermien
Autoantikörper
gegen das eigene Körpergewebe gerichtete Antikörper. Grundlage vieler sog. Autoimmunerkrankungen (z. B. Rheuma)
Azoospermie
Fehlen von Spermien im Ejakulat

B

Basaltemperaturkurve
auch Ogino Knauss Methode genannt. Diese Methode diente ursprünglich zur Verhütung. Sie basiert darauf, dass bei einem regelmäßigen Zyklus die Temperatur nach dem Eisprung um 0,5° C ansteigt. So kann man die fruchtbaren Tage abschätzen.
Bauchspiegelung
mit einem kleinen Schnitt im Bereich des Bauchnabels wird eine spezielle Kamera in den Bauch eingeführt und die inneren Organe betrachtet. Man kann mit Farbstoff dann auch die Eileiterdurchgängigkeit überprüfen. Wird in Narkose durchgeführt
Befruchtung
die Verschmelzung der Zellkerne von Ei- und Samenzelle mit Bildung eines neuen Zellkerns. Der Vorgang der Befruchtung beginnt mit der Imprägnation und ist mit der ersten Teilung der befruchteten Eizelle abgeschlossen
Biochemische Schwangerschaft

Eine biochemische Schwangerschaft ist eine Schwangerschaft, welche nur durch einen Schwangerschaftstest feststellbar ist und noch nicht durch einen Ultraschall.

Biopsie
bedeutet die Gewebeprobeentnahme am lebenden Individuum. In der Reproduktionsmedizin z.B. als Hodenbiopsie zur Gewinnung von Spermien(TESE) für ICSI
Blastozyste
ein Embryo, der schon mehrere Tage alt ist (ca. 5) und bereits im Zentrum eine kleine Zyste aufweist.
Blauprobe
Laparoskopische Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit mittels Einbringen einer Farblösung in den Uterus, deren Austritt aus den Eileitern beobachtet wird

C

Cardiolipin-Antikörper
es handelt sich dabei um Autoantikörper, welche mit wiederholten Fehlgeburten in Zusammenhang gebracht werden und gegen bestimmte Phospholipide (Cardiolipin) gerichtet sind. Sie sollen einen negativen Einfluss auf die Blutgerinnung haben
Cerclage
Umschlingung des Muttermundes. Operativer Verschluss des Gebärmutterhalses zur Vermeidung von Fehlgeburten
Cervix
Gebärmutterhals
Cervix
Gebärmutterhals auch 'Zervix' geschrieben
Cervixfaktor
Die Beurteilung des Zervixsekrets, der Öffnung des Gebärmutterhalses und des Farnkrautphänomens unter dem Mikroskop lassen einen bevorstehenden Eisprung erkennen
Cervixsekret
Die Drüsen des Gebärmutterhalses bilden zyklusabhängig Sekret, welches den Spermien das Eindringen in die Gebärmutter erleichtern soll. Unmittelbar vor dem Eisprung ist es sehr flüssig (spinnbar) und nimmt an Menge zu (NFP)
Chlamydieninfektionen

Chlamydien können durch Abstrich, Urinprobe und Blutuntersuchungen naschgewiesen werden. Chlamydien verursachen Dauerentzündungen und Bauchverklebungen ggf. sogar mit Eileiterverschluss teilweise ohne dass die betroffene Patientin das selber bemerkt. Bei aktivierter Entzündung und Nach weis von HSP Heat Schock Proteinen muss eine Antibiotikatherapie erfolgen.

Chromopertubation
Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit während einer Bauchspiegelung mittels Einbringen einer Farblösung in den Uterus, deren Austritt aus den Eileitern beobachtet wird
Chromosom
Träger der Erbsubstanz. Der Mensch hat 46 Chromosomen. Davon sind zwei Geschlechtschromosomen, beim Mann X und Y, bei der Frau zweimal X
Clomifen
eigentlich Clomifencitrat. Ein in Tablettenform einzunehmendes Medikament zur hormonellen Stimulation der Eierstöcke, das allerdings gehäuft zu Cystenbildung führt und durch Verdickung des Gebärmutterhalsschleims den Samenzellen das Aufsteigen in die Gebärmutterhöhle erschwert.
Corpus luteum
Gelbkörper, der nach dem Eisprung entsteht.

D

Dexamethason
Cortison-Präparat, das in sehr niedrigen Dosierungen zur Behandlung von erhöhten männlichen Hormonen bei der Fehlfunktion der Nebennierenrinde eingesetzt wird (siehe auch ACTH-Test und AGS)
DHA Therapie

DHA Therapie (Fischöl und Vitamin B6 und Vitamin B12)

Reproduktionsbiologische Spezialisten empfehlen Fischöl, weil es bei Frauen mit immunologischen Problemen helfen kann.

DHEAS
Dehydroepiandrosteronsulfat. Ein Androgen, welches hauptsächlich in der Nebenierenrinde gebildet wird
Downregulation
direkt übersetzt: 'Runterregulierung'. Mit einer andauernden Gabe von GnRH wird die Hirnanhangsdrüse außer Gefecht gesetzt und die Patientin in 'künstliche Wechseljahre' versetzt. Meist bei der IVF eingesetzt

E

Eierstock
Ovar, der Ort an dem die Eizellen heranreifen.
Eileiter
Gewebsschlauch, der von der Gebärmutter ausgeht und in dem die Eizellen transportiert und befruchtet werden.
Eileiterschwangerschaft
EUG meint eine Einnistung des Embryos außerhalb der Gebärmutter, zumeist im Eileiter
Einnistungsspülung mit aktivierten weißen Blutkörperchen und 5 I

Einnistungsspülung mit aktivierten eigenen weißen Blutkörperchen und zusätzlich einer geringeren Dosis von HCG. Diese Verfahren ist kompliziert da hier auch Blut der Patientin abgenommen werden muss und mittels eines speziellen Verfahrens werden dann die polymorphnukleären weißen Blutzellen isoliert, gewaschen und für 48 Stunden mit HCG inkubiert. Am 2. Tag nach der Punktion werden nochmals  Blutröhrchen abgenommen, auch diese werden im Labor gewaschen und mit den Zellen der ersten Entnahme gemischt. Am selben Tag wird dann ein Teil dieser Zellsuspension mit Hilfe eines Katheters in die Gebärmutter gespritzt.

Einnistungsspülung mit HCG

In einer Studie des Seoul Rachel Fertility Centers in Südkorea wurden Patientinnen 500 IU HCG intrauterin, also in die Gebärmutterhöhle gespritzt. Dieses Hineinspritzen des Schwangerschaftshormons HCG erfolgte ohne Narkose, schmerzfrei mittels eines speziellen Katheders bei einer normalen frauenärztlichen Untersuchung durch die Scheide und durch den Muttermund in die Gebärmutterhöhle hinein. 10 Minuten später erfolgt dann der eigentliche Embryotransfer. In dieser Studie wurden erhöhte Schwangerschaftserfolge, besonders bei Frauen mit wiederholten Nichteinnistungen erreicht.

Eizellspende
zur Verfügung stellen einer Eizelle einer jungen Frau für eine andere Frau. In Deutschland nicht erlaubt. Therapiemöglichkeit bei Frauen, die keine eigenen Eizellen bilden. Hierbei spendet eine gesunde Frau nach hormoneller Vorbehandlung Eizellen, die mit dem Samen des Mannes der Empfängerin der Spende befruchtet werden. Die entstehenden Embryonen werden dann der Empfängerin der Spende in die Gebärmutter transferiert
Ejakulat
Samenflüssigkeit eines einzelnen Samenergusses, der die Spermien enthält.
Ektope Schwangerschaft
siehe auch Extrauterinschwangerschaft, meist synonym für Eileiterschwangerschaft
Embryo
nach der Befruchtung einer Ei- durch eine Samenzelle teilt sich diese und wird fortan als 'Embryo' bezeichnet. Früher wurde die befruchtete Eizelle als Zygote bezeichnet.
Embryotransfer
auch mit 'ET' abgekürzt; Rückgabe des Embryos nach IVF oder ICSI mittels eines kleinen Schlauches. Der Transfer ist schmerzfrei und findet ohne Narkose statt
Endogen
körpereigen oder im Körper entstehend
Endokrin
von Drüsen ausgehend, die Hormone in den Blutkreislauf absondern und dadurch verschiedene Vorgänge im Körper regulieren, z.B. Schilddrüse, Nebenniere, Ovar, Hoden
Endokrinologie
Lehre von der inneren Sekretion also von den Hormonen
Endometriose
'versprengte' Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die außerhalb der Gebärmutterhöhle auftritt. Diese ist hormonell aktiv und es kommt sehr häufig zu Verklebungen im Bauchraum. Typisches Symptom: Schmerzhafte Regelblutung, gehäuft
Endometrium
Gebärmutterschleimhaut. Also das Gewebe in der Gebärmutter, welches monatlich neu aufgebaut und wieder abgestoßen wird (Menstruation)
Endometriumaufbauspülung mit G-CSF im Off- Lable-Use

Diese Spülung mit G-CSF dient der Verbesserung der Gebärmutterschleimhautdicke. Studien zeigten, dass G-CSF die Chancen auf erfolgreiche Schwangerschaft bei Frauen mit IVF-Therapien erhöhten.

Endometriumbiopsie

Endometriumbiopsie, endometrial scratching

Einige Veröffentlichungen konnten nachweisen, dass eine Gewebsentnahme = Biopsie der Gebärmutterschleimhaut im Vorzyklus der IVF bzw. ICSI Behandlung die Schwangerschaftsraten um nahezu 30 % verbessern kann. Eine gezielte Verletzung des Endometriums (endometrial scratching) wird durch eine Pipelle-Probenentnahme in der Gelbkörperphase vor Stimulation erzielt. Mit einem dünnen Plastikschlauch, vergleichbar mit einem dünnen Strohhalm (Pipelle), der vorsichtig in die Gebärmutterhöhle eingeführt wird, kann durch Ansaugen und Erzeugung eines manuellen Unterdrucks ambulant und ohne Narkose eine minimale Menge Schleimhaut aus der Gebärmutterhöhle entnommen werden.

Endoskopie
Griech. Wort für 'Hineinschauen'. Endoskope sind Instrumente, mit denen Hohlräume innerhalb des Körpers betrachtet werden können; es ist daher mit dem Endoskop möglich, beispielsweise das Innere des Magens (Gastroskopie) oder den Bauchraum (Laparoskopie) zu untersuchen
Enukleation
Ausschälung. der Ausdruck wird meist im Zusammenhang mit Myomen verwendet, welche bei einer Operation ausgeschält werden
Estradiol
Östradiol; wichtigstes weibliches Hormon
ET
Embryotransfer
Eumenorrhoe
normale Länge des Zyklus. Polymenorrhoe, Oligomenorrhoe, Amenorrhoe
Extrakoporale Befruchtung
Befruchtung einer weiblichen Eizelle mit einer männlichen Samenzelle außerhalb des Körpers (extrakoporal); da diese Befruchtung in einem Labor in einem Gefäß stattfindet, bezeichnet man den Vorgang auch als In-vitro-Fertilisation (IVF) mit oder ohne vorgeschalteter intracytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI)
Extrauteringravidität
Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter, typischerweise im Eileiter. Hohes Risiko innerer Blutungen; Bei Verdacht sollte so schnell wie möglich operiert werden.

F

Farnkrautphänomen
kurz vor dem Eisprung wird das Zervixsekret gut spinnbar, unter dem Mikroskop ist dies anhand von einer Zunahme von Verzweigungen zu erkennen, ähnlich wie bei einem Farnblatt, daher der Name
Fehlgeburten (Aborte)

Eine Fehlgeburt, auch Abort genannt, ist eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft durch Ausstoßung und/oder Absterben einer unter 500Gramm wiegenden Frucht.

Fertilität
Fruchtbarkeit (von fero = ich trage; gebäre); also ursprünglich die Fähigkeit, eine Schwangerschaft auszutragen. Heute allgemein: Fähigkeit zur Reproduktion (=Fortpflanzung).
Fetus
so wird das ungeborene Baby ab abgeschlossener Organentwicklung, also ca. ab der 12. Schwangerschaftswoche, genannt.
Fimbrientrichter
Schleimhaut am Ende des Eileiters. Der Fimbrientrichter nimmt die Eizelle nach dem Eisprung auf
Follikel
Eibläschen. Im Eierstock befinden sich diese Eibläschen. In jedem Zyklus wächst normalerweise einer dieser Follikel heran, in dem sich die Eizelle entwickelt und im Rahmen der Ovulation in den Eileiter zur Befruchtung entlassen wird.
Follikelpunktion
zur Eizellentnahme wird während einer kurzen Vollnarkose eine Punktion der Eibläschen unter Ultraschallsicht von der Scheide aus durchgeführt.
Follikelstimulierendes Hormon
FSH, Eibläschen stimulierendes Hormon, das auch als Medikament zur Stimulation der Eierstöcke gegeben werden kann. Entstammt der Hirnanhangsdrüse
Follikulometrie
Ausmessen der Größe des Eibläschens mit Hilfe des Ultraschalls
Fruchtwasseruntersuchung
zur genetischen Untersuchung des ungeborenen Kindes. Es wird durch die Bauchdecke eine feine Nadel eingeführt und etwas Fruchtwasser entnommen. Die darin enthaltenen kindlichen Zellen werden genetisch untersucht .
Fruktose
wird in den Samenbläschen produziert und versorgt die Spermien mit Energie
FSH
Follikelstimulierendes Hormon. Ein Hormon der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), welches die Eizellreifung im Eierstock bewirkt

G

G-CSF Therapie / Granocyte Therapie

G-CSF Therapie, Granocyte Therapie

Die G-CSF Therapie wird zur Immunmodulation und damit zur Erhöhung der Einnistungsrate genutzt. Es wurde gezeigt, dass unter die Haut verabreichtes G-CSF die Einnistungsrate erhöhen und damit zum Erhalt einer Schwangerschaft beitragen kann. Bei einigen Patientinnen werden mehrfach Embryonen von guter Qualität beim Embryotransfer in die Gebärmutter eingesetzt und dennoch kommt es leider nicht zur gewünschten Schwangerschaft. Dieses wiederholte Einnistungsversagen (Repeated Implantation Failure = RIF) kann bei manchen Frauen durch fehlgeleitetes Immunsystem bedingt sein. Das fehlgesteuerte Immunsystem kann sowohl für mehrere aufeinanderfolgende Fehlgeburten (habituelle Aborte) als auch für das Einnistungsversagen (Implantationsversagen) verantwortlich sein.

Galaktorrhoe
Milchproduktion ohne Schwangerschaft. Häufiges Symptom bei Hyperprolaktinämie
Gameten
weibliche und männliche Keimzellen, d.h. Eizellen und Spermien
Gebärmutterhals
der schmale Eingang zur Gebärmutter. Die erste Hürde, welche die Spermien auf dem Weg zur Eizelle überwinden müssen
Gebärmutterspiegelung
(Hysteroskopie) mit einer speziellen kleinen Optik wird die Gebärmutterhöhle von innen angesehen. Zum Ausschluss von Veränderungen, welche die Einnistung der Eizelle stören können
Gelbkörper
auch Corpus luteum genannt, entsteht am Eierstock nach dem Eisprung. Wenn die Eizelle den Follikel verlassen hat, bildet sich durch einsprießende Gefäße ein Gelbkörper, welcher das Gelbkörperhormon bildet. Dies ist das wichtigste Hormon der zweiten Zyklushälfte
Gelbkörperschwäche
verminderte Produktion von Gelbkörperhormon in der zweiten Zyklushälfte
Genetik
Lehre über das Erbgut. Viele Erkrankungen haben genetische Ursachen, auch bei der Unfruchtbarkeit gibt es einige genetisch bedingte Ursachen
GIFT
Gamete Intrafallopian Transfer. Zwischenstufe zwischen IVF und Insemination. Dabei werden die Eizellen wie zur Reagenzglasbefruchtung gewonnen, und direkt nach der Punktion mit den Spermien in den Eileiter gespritzt. Die Befruchtung findet dann wieder im Körper statt, hat in der modernen Reproduktionsmedizin keinen Stellenwert mehr
Globozoospermien
den Spermien fehlt das Akrosom. Dadurch ist eine Befruchtung einer Eizelle nur mit einer ICSI möglich
GnRH
Gonadotropin releasing Hormone. Hormon des Hypothalamus, welches die Ausschüttung des LH und FSH in der Hirnanhangsdrüse steuert und somit letztlich die Funktion der Eierstöcke
GnRH Agonisten
Hormone, die eigentlich die Hirnanhangsdrüse zur Ausschüttung von LH und FSH stimulieren, ab einer höheren Dosierung werden allerdings die Hormonspeicher entleert und somit das Eisprungauslösende Hormon LH unterdrückt. Findet standardmäßigen Einsatz als Begleithormon zur Unterdrückung des vorzeitigen Eisprungs bei der Hormontherapie bei der künstlichen Befruchtung
GnRH-Antagonisten
Blockieren den Hormonrezeptor, so dass ein vorzeitiger Eisprung verhindert werden kann. Siehe auch GnRH-Agonist Eine spezielle Form der Downregulation
Gonaden
(Keimdrüsen) Drüsen, welche die Gameten produzieren (bei der Frau die Eierstöcke, beim Mann die Hoden).
Gonadotropin-releasing-Hormon
GnRH
Gonadotropine Hormone der
Hirnanhangsdrüse, welche die Funktion der Eierstöcke regulieren (Eizellreifung und Eisprung). Es gibt zwei Gonadotropine: LH und FSH
Granulosazellen Zellen im
Eibläschen, welche Östrogen bilden und die Eizellreifung bewirken
Gravidität
Schwangerschaft
Gynäkologie
Frauenheilkunde

h

habituelle Aborte
definitionsgemäß bei mehr als drei Fehlgeburten nacheinander. Die Ursachen sind vielfältig und oft kann keine eindeutige Ursache gefunden werden. Die Ursachen können z.B. genetisch, organisch, aber auch infektiologisch oder immunologisch gefunden werden.
hCG
human Chorion Gonadotropin. Ist ein komplizierter Ausdruck für das Schwangerschaftshormon. Wird in leicht abgewandelter Form bei der Hormontherapie zum Auslösen des Eisprungs gegeben
heterologe Insemination
Insemination mit Spenderspermien
hMG
humanes Menopausengonadotropin. Es ist ein Gonadotropin, welches aus LH und FSH besteht und zur hormonellen Stimulation der Eierstöcke eingesetzt wird

H

Hashimoto-Thyreoiditis Schilddrüsenerkrankungen

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Bei dieser Erkrankung wird Schilddrüsengewebe infolge eines fehlgeleiteten Immunprozesses durch T-Lymphozyten zerstört. Darüber hinaus ist eine Antikörperbildung gegen schilddrüsenspezifische Antigene nachweisbar.

Hatching
auch Assisted Hatching genannt. Hierbei wird die Hülle des Embryos angeritzt (z. B. mit einem Laser), was ihm das Verlassen der Hülle erleichtert und möglicherweise auch die Einnistung
Heparintherapie bei Gerinnungsstörungen

Frauen mit zu geringer Gebärmutterschleimhautdicke, auf Grund von vorzeitigen Blutungen in der zweiten Zyklushälfte, haben häufig Gerinnungsprobleme, die nach Laborblutabklärung ggf. mit blutverdünnenden Spritzen behandelt werden können. (Ggf. wird Clexane 20, oder 40 im Kinderwunschzyklus verabreicht). Bei hohen Antiphospholipid- Antikörpern würde man zu einer höher dosierten Heparinisierung neigen. Heparin hat für die Fortpflanzung eine große Bedeutung. In einem Human Reproduction update wurde in einer Meta-Analyse nachgewiesen, dass eine Heparinisierung per se das geburtshilfliche Outcome nach IVF- Behandlungen verbessert.

Herzaktionen
Im Ultraschall zu erkennender Herzschlag des Embryos. Meist ab der 6. Schwangerschaftswoche nachweisbar
Hirnanhangsdrüse
Hypophyse genannt, Organ an der Schädelbasis, mit dem Gehirn verbunden. Es produziert eine Vielzahl von Hormonen, mit welchen zahlreiche andere Organe gesteuert werden (Eierstock, Schilddrüse, Nebennieren usw.)
Hirsutismus
vermehrte Behaarung an für Frauen unüblichen Stellen (Bauch, Brust, Kinn). Meist bedingt durch erhöhte männliche Hormone
HKSG
Hystero-Kontrast-Sonographie. Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit mit Ultraschall
HLA Sharing

In verschiedenen wissenschaftlichen Studien fiel auf, dass bestimmte Oberflächenbeschaffenheiten der Körperzellen (HLA-Antigene) bei Paaren mit wiederholten Fehlgeburten überzufällig häufig übereinstimmen (HLA-sharing). Man nimmt an, dass die Ähnlichkeit zwischen den Partnern dazu führt, dass auf Seiten der Frau das Immunsystem nicht ausreichend aktiviert wird, und die Entwicklung schützender Antikörper ausbleibt. Gleiches scheint auch für den HLA-Unterschied zwischen Mutter und Embryo zu gelten.

HLA- Typisierung

Das HLA-System (humanes Leukozyten-Antigen-System) spielt eine entscheidende Rolle bei der T-Zell-vermittelten Immunantwort. Die Proteine des HLA-Systems sind hochpolymorphe Moleküle der Zellmembran, die Peptide binden und diese den T-Zellen präsentieren. HLA-Moleküle werden durch eine Vielzahl von Genen im Bereich der MHC-Region (Major Histocompatibility Complex) auf dem kurzen Arm von Chromosom 6 kodiert. Die Gene der MHC- Region werden 2 Klassen zugeordnet. Klasse I bilden die Loci HLA-A, -B, -C, während Klasse II die Loci HLA-DP, -DQ, -DR kodieren. Die klinische Bedeutung der HLA-Typisierung liegt zum einen in der Gewebetypisierung. Bei einer Organ- oder Stammzelltransplantation müssen Spender und Empfänger eine möglichst vollständige Übereinstimmung der MHC-Loci aufweisen, um das Risiko einer Abstoßungsreaktion zu minimieren und eine GvH-Reaktion zu vermeiden.

Hodenbiopsie
Gewebsentnahmen aus dem Hoden zur Untersuchung auf Erkrankungen und zur evtl. Gewinnung von Spermien (TESE) für ICSI. Bei Azoospermie kann die Hodenbiopsie zeigen, ob noch ein gewisse Spermiogenese vorliegt
Hodenhochstand
angeborene Störung. Dabei senkt sich der Hoden nicht regelrecht in den Hodensack ab. Es kommt zu einer chronischen Überwärmung des Hodens und dadurch auch zu einer Verschlechterung der Spermienproduktion, muss im frühen Kindesalter korrigiert werden
Homocystein

L-Homocystein ist eine natürlich vorkommende  α-Aminosäure. Erhöhte Blutwerte für Homocystein können eine Schädigung der Blutgefäße zur Folge haben. Es steht auch in engem Zusammenhang mit Depressionen und Demenzerkrankungen im Alter. Zur Regulierung des Homocysteinspiegels im Blut ist eine ausreichende Versorgung mit Betain und den Vitaminen B12, B6 sowie Folsäure erforderlich.

Homologe Insemination
Insemination mit Verwendung von Spermien des Ehepartners
Hormon
Botenstoff, der von einem hormonproduzierenden Organ gebildet wird und meist über die Blutbahn das Zielorgan erreicht (z. B. Hirnanhangsdrüse Ovar). Östrogen ist bekanntes Beispiel
Hormontherapie
um zum richtige Zeitpunkt eine optimale Anzahl an reifen Eizellen zur Verfügung zu haben werden körperidentische Hormone in Spritzenform täglich verabreicht, bis die Eibläßchen eine ausreichende Größe erreicht haben ( ca. 18 - 20 mm)
HSP = Heat Shock Protein

Die Blutuntersuchung und Bestimmung der Chlamydienantikörper empfehlen wir dringend, da z.B. im Falle eines positiven Chlamydienantikörperbefundes trotz Beschwerdefreiheit therapiert werden sollte, besonders wenn im Blut danach noch die wichtigen Heatschokproteine positiv gemessen werden. In diesem Fall sollte auf jeden Fall vor Beginn einer Kinderwunschtherapie antibiotisch behandelt werden und die Dringlichkeit und Dauer sowie die ggf. notwendige Wiederholung einer Antibiotikatherapie nur durch die vorgeschlagenen Blutuntersuchungen hinreichend beurteilt werden können.

Humangenetik
Erblehre des Menschen, Genetik
Hydrosalpinx
medizinisch Sactosalpinx genannt; ein mit Flüssigkeit gefüllter Eileiter
Hyperandrogenämie
erhöhte Blutspiegel männlicher Hormone
Hyperprolaktinämie
erhöhte Prolaktinspiegel.
Hyperstimulationssyndrom
Überstimulationssyndrom
Hypophyse
Hirnanhangsdrüse
Hypothalamus
Zwischenhirn. Reguliert die Funktion der Hirnanhangsdrüse über die Ausschüttung des GnRH
Hysterosalpingographie
Röntgendarstellung der Eileiter
Hysteroskopie
Gebärmutterspiegelung

I

ICSI
Intracytoplasmatische Spermieninjektion. Dabei wird im Rahmen einer Reagenzglasbefruchtung eine einzelne Samenzelle in einer Eizelle eingespritzt und somit eine Befruchtung erreicht. Wird bei sehr schlechter Spermienqualität angewandt
Idiopathische Sterilität

Ein unerfüllter Kinderwunsch ohne klar ersichtliche Ursache die jedoch auch immunologisch bedingt sein kann.

Immunglobulintherapie

Immunglobulintherapie, IVIg Therapie, Intravenous Immunglobulin Therapy

Bei Nierentransplantierten stellte man fest, dass Abstoßungsreaktionen gegenüber dem Transplantat seltener waren, wenn Infusionen mit Immunglobulinen gegeben wurden. Dieser Erkenntnis folgend, versuchte man die Abstoßung einer Schwangerschaft durch die gleiche Maßnahme zu unterdrücken. Es fehlt jedoch der definitive wissenschaftliche Nachweis, dass der Einsatz der passiven intravenösen Immunglobulingabe zur Abortprophylaxe eine therapeutische Wirksamkeit hat. Einzelstudien geben jedoch Hoffnung. Auch dürfen die sehr hohen Kosten der Immunglobulingabe nicht vergessen werden. Die IVIGs senken die Anzahl der Killerzellen im Blut. Bei fehlenden Antikörper und erhöhter Anzahl natürlicher Killerzellen im Blut sollte bei einer folgenden Gravidität eine intravenöse Immunglobulintherapie empfohlen werden.

Immunisierung
Behandlung bei habituellen Aborten oder mehrfach erfolglosem Embryotransfer. Wenn nachgewiesen wurde, dass ein fehlgeleitetes Immunsystem die Ursache für wiederholte Fehlgeburten ist oder sein könnte, dann wird diese Maßnahme durchgeführt, um die Voraussetzungen zu verbessern
Immunologie
Lehre von den Abwehrkräften und -reaktionen des Organismus
Immuntestung

Immuntestung, Immunologische Tests: Diagnostikmöglichkeiten bei immunologischen Problemen

Testung des Paares auf immunologische Probleme, die eine Schwangerschaft verhindern, eine Einnistung erschweren oder unmöglich machen ggf. sogar zu Abort oder Frühgeburt führen können. Siehe bitte auch die Stichworte;

  • Bestimmung von Natürlichen Killerzellen im Blut
  • Bestimmung von Natürlichen Killerzellen der Gebärmutterschleimhaut (u-Nk- Zellen)
  • Gerinnungsanalysen (Thrombophilie Screening)
  • genetische Untersuchungen von Mann und Frau
  • Bestimmung der KIR (Killer-Cell Immunoglobulin-like Receptor) Antigene = KIR Typisierung
  • Bestimmung von Antiphospholipid Antikörpern, etc.
  • Endometriumbiopsie (endometrial scratching)
  • Lymphoyztendifferenzierung= Zellulärer Immunstatus = Immunstatus = Immunphänotypisierung /Immunphänotyp = Reproductive Immunophenotype = Zelluläre Immundifferenzierung
  • Zytotoxizitätstest der natürlichen Killerzellen NK Zelltest, Funktionszytotoxizitätstest = NK- Zytotoxizitätstest
  • Bestimmung des Th1/Th2 Index
  • Bestimmung der intrazellulären Zytokine oder Intrazelluläre Zytokinbestimmung nach dem TH1/TH2-Modell
  • Bestimmung der T4/T8 Ratio
  • Bestimmung der Human Leukocyte Antigen (HLA) von Mann und Frau
  • LAD = Lymphocyte Antibody Detection Assay = Crossmatch Test
  • Bestimmung der paternalen Antikörper
  • Bestimmung des Antikörperstaus der Patientin (AK gegen Hormone, Schilddrüse, Serotonin, Ovar, Eizellhülle etc.)
  • Schilddrüsendiagnostik
  • Abklärung der Glutenunverträglichkeit und Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit
  • Bestimmung des Hitzeschockproteins (Heat Shock Proteine)
  • Abklärung von möglichen Infektionen (Lues, CMV, Toxoplasmose etc.)
  • Bestimmung von Homocystein
  • MTHFR Methylentetrahydrofolat-Reduktase Abklärung
  • Protein Z Bestimmung

Therapieoptionen bei immunologischen Problemen:

  • Partnerlymphozyten-Therapie
  • Endometrial Scratch
  • Intralipidtherapie
  • Therapie mit Wachstumshormonen
  • L-Arginin Therapie
  • aktive und passive Immunisierung
  • Therapie mit Immunglobulin
  • Therapie mit Wachstumshormonen G-CSF (Granocyte®)
  • Immuntherapie mit TNF-a-Rezeptorblocker (Enbrel) im Off Label Use
  • Einnistungsspülung mit HCG
  • Einnistungsspülung mit aktivierten weißen Blutkörperchen und 5 IU HCG
  • Endometriumaufbauspülung mit G-CSF im Off- Lable-Use
  • Kortisontherapie (Prednisolon oder Dexamethason) bei Dauerentzündungen
  • Heparintherapie bei Gerinnungsstörungen
  • ASS Therapie bei Gerinnungsstörungen
  • Metformintherapie
  • Antibiotikatherapie bei wiederholten Chlamydieninfektionen und positivem Heatshockprotein
  • DHA Therapie (Fischöl und Vitamin B6 und Vitamin B12)
  • Reproductive Immunophenotype = Zelluläre Immundifferenzierung
  • Bestimmung der intrazellulären Zytokine oder Intrazelluläre Zytokinbestimmung nach dem TH1/TH2-Modell
Implantation
Einnistung, Einpflanzung (z.B. des Embryos in das Endometrium).
In vitro Fertilisation
für die Befruchtung werden den Eierstöcken nach hormoneller Stimulationsbehandlung Eizellen entnommen (Follikelpunktion) und außerhalb des Körpers in einem Gefäß (in vitro) mit dem vorbereiteten Samen zusammengebracht. Im Idealfall kommt es zur Befruchtung einer oder mehrerer Eizellen (Fertilisation) sowie zu deren Weiterentwicklung zu einem oder mehreren Embryonen. Maximal drei Embryonen werden anschließend in die Gebärmutter zurück übertragen und können sich dort einnisten.
In-vitro-Fertilisation
Wörtlich übersetzt: Reagenzglasbefruchtung. Abkürzung: IVF
Infertilität
bedeutet Unfruchtbarkeit. Meint medizinisch gesehen aber die Unfähigkeit, ein lebendes Kind zu bekommen trotz der Fähigkeit, schwanger zu werden (habituelle Aborte)
Insemination
Einspritzen von Spermien in die Gebärmutter. Dies geschieht meist erst, nachdem die Spermien durch spezielle Aufbereitungsmethoden vorbehandelt wurden (Swim-Up)
Insulin
wichtiges Hormon, gebildet in der Bauchspeicheldrüse, welches hilft, Zucker zu verarbeiten
Insulinresistenz
Unfähigkeit der Körperzellen, auf Insulin zu reagieren. Deswegen kommt s zu einer kompensatorisch erhöhten Ausschüttung von Insulin, oft auch in Verbindung mit einem PCO-Syndrom
Intralipidtherapie

Die Intralipid Infusionstherapie wird zur Immunmodulation und damit zur Erhöhung der Einnistungsrate genutzt. Studien haben gezeigt, dass intravenös verabreichtes Intralipid die Einnistungsrate erhöhen und damit zum Erhalt einer Schwangerschaft beitragen kann. Bei einigen Patientinnen werden mehrfach Embryonen von guter Qualität beim Embryotransfer in die Gebärmutter eingesetzt, und dennoch kommt es leider nicht zur gewünschten Schwangerschaft. Dieses wiederholte Einnistungsversagen (Repeated Implantation Failure = RIF) kann bei manchen Frauen durch „überaktives” Immunsystem bedingt sein. Das überaktive Immunsystem kann sowohl für mehrere aufeinanderfolgende Fehlgeburten (habituelle Aborte) als auch für das Einnistungsversagen (Implantationsversagen) verantwortlich sein. Wenn das Immunsystem einen erhöhten Anteil an natürlichen Killerzellen in der Gebärmutter und oder im Blut aufweist, kann eine Therapie mit Intralipid eine erfolgversprechende Therapieoption sein. Die Dauer und Dosierung von Intralipidtherapien wird unter anderem von den Ergebnissen des NK-Zytotoxizitätstest abhängig gemacht.

ITI
Intratubare Insemination. Die Spermien werden nach Aufbereitung in den Eileiter gespritzt
IUI
intrauterine Insemination. Die Spermien werden in die Gebärmutter gespritzt nach einer entsprechenden Aufbereitung des Ejakulats
IVF
bedeutet 'In-Vitro-Fertilisation'. Das wiederum bedeutet eigentlich nur 'Befruchtung im Reagenzglas', also Reagenzglasbefruchtung. Außerhalb des weiblichen Körpers werden Eizelle und Spermien zusammengebracht, die Eizelle wird dabei auf natürlichem Weg von den Spermien befruchtet. Dabei entsteht eine Embryo, der dann in die Gebärmutterhöhle transferiert werden kann.
IVF Versagen

IVF Versagen, Implantationsversagen

Der Begriff des Implantationsversagens nach IVF/ET oder ICSI/ET, das Ausbleiben einer Implantation nach assistierter Reproduktion, ist in der Literatur nicht einheitlich definiert. Überwiegend wird darunter das Ausbleiben einer klinischen Schwangerschaft nach der Durchführung von 3 vollständigen Zyklen IVF/ET oder ICSI/ET mit dem Transfer von Embryonen „von morphologisch guter Qualität“ oder der kumulative Transfer von 8–10 Embryonen verstanden.

IVF Versagen

IVF Versagen, Implantationsversagen

Der Begriff des Implantationsversagens nach IVF/ET oder ICSI/ET, das Ausbleiben einer Implantation nach assistierter Reproduktion, ist in der Literatur nicht einheitlich definiert. Überwiegend wird darunter das Ausbleiben einer klinischen Schwangerschaft nach der Durchführung von 3 vollständigen Zyklen IVF/ET oder ICSI/ET mit dem Transfer von Embryonen „von morphologisch guter Qualität“ oder der kumulative Transfer von 8–10 Embryonen verstanden.

IVM
In Vitro Maturation; seltenes und neuartiges Verfahren der künstlichen Befruchtung z.B. bei Frauen, die eine Chemotherapie erhalten sollen oder massiv zu einem Überstimulationssyndrom neigen; Methode ist letztlich noch in der Entwicklung

i

idiopathische Sterilität
als 'idiopathisch' wird all das bezeichnet, was dem Mediziner nicht erklärlich ist. In diesem Fall bedeutet es also: Sterilität ohne klar zu diagnostizierende Diagnose (trotz gründlicher Untersuchung), betrifft ca. 30 % aller Paare. Man vermutet die Ursache der ungewollten Kinderlosigkeit dann auf immunologischer oder biochemischer Ebene

K

Kapazitation
Physiologische und biochemische Prozesse, die eine Samenzelle durchläuft, um in eine Eizelle einzudringen und sie befruchten zu können
Karenzzeit
Zeit ohne Ejakulation. 3-5 Tage vor einem Spermiogramm sollte diese betragen. 5 ist der beste Abstand, wenn planbar :-)
Keimzelle
Gamete: Eizelle und Spermatozoon
KIR, KIT-Typisierung

KIR, maternal killer-cell immunoglobulin-like receptor, KIR- Typisierung

Es handelt sich sowohl bei der HLA Untersuchung als auch bei der Bestimmung der KIR- Rezeptoren um eine humangenetische Blutuntersuchung. Hierbei wird aus dem ins Labor gesandte Untersuchungsmaterial die genomische DNA isoliert. Zur Beurteilung der Interaktion der maternalen NK-Zellen mit dem fatalen Trophoblast wird die KIR-Genotypisierung der Patientin sowie die HLA- Klasse I/II- Typisierung beider Partner durchgeführt. Die KIR-Gene sitzen auf den natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Die uterinen NK-Zellen (uNK) besitzen u.a. die Killer-immunglobulinähnlichen-Rezeptoren (KIR), die insbesondere der Kommunikation mit dem Embryo dienen. Sie sorgen im Fall einer Schwangerschaft für die "Kommunikation" zwischen dem Körper der Mutter und dem Embryo. Fehlen nun eines oder mehrere der KIR-Gene, ist diese Kommunikation gestört, was dann zur Unterentwicklung und letztendlich zum Absterben des Embryos führt. Von den KIR-Genen gibt es insgesamt 16 Stück.

Klimakterium
Wechseljahre (Menopause)
Klinefelter-Syndrom
numerische Chromosomenstörung. Die betroffenen Männer haben ein x-Chromosom zu viel (XXY statt XY). Geht mit Unfruchtbarkeit einher
Kontrazeption
Schwangerschaftsverhütung
Konzeptionsoptimum
Zeitpunkt im weiblichen Zyklus, zu dem eine Empfängnis am wahrscheinlichsten ist
Kortisontherapie

Kortisontherapie, Cortisontherapie

Indikationen zur Kortisontherapie: Jegliche Antikörper z.B. gegen Schilddrüse, Autoantikörper, etc., bei Zeichen einer floriden „itis“ z.B. bei Vorkommen von Heat schock Proteinen bei bekannter Chlamydieninfektion der Frau; bei Frauen mit PCOS, die vorher anovulatorisch waren, bei Frauen in einer IVF- bzw. ICSI Stimulationstherapie, bei Frauen mit Ovarantikörpern, bei Vorliegen eines pathologischen NK- Zell- Assays, damit die NK Zellenteilung und -vermehrung verhindert wird. Kortison unterdrückt moderat die NK-Zell Aktivität und limitiert damit ihre Killing Power. Kortison hat durch die Reduktion von Androgenen der Nebennierenrinde einen positiven Effekt auf die Ansprechbarkeit der Eierstöcke und auf die Eizellbildung.

Kryokonservierung
Lagerung von biologischen Material (Eizellen, Samenzellen) in flüssigem Stickstoff bei -196°C. Im Kinderwunschzentrum können befruchtete oder unbefruchtete Eizellen, Samenzellen, Hoden- und Eierstockgewebe und im begründeten Ausnahmefall auch Embryonen eingefroren werden.
Kryozyklus
eingefrorene Eizellen im Vorkernstadium können nach erfolgter Kryokonservierung aufgetaut werden und dann nach Entwicklung eines Embryos wieder in die Gebärmutter transferiert werden (Embryotransfer).
Kulturmedium EmbryoGen®

EmbryoGen ist umfangreich auf Embryotoxizität getestet worden. Der granolocytenstimulierende Faktor wird auch im Kulturmedium EmbryoGen eingesetzt, welches ebenfalls im Rahmen einer IVF und ICSI zur Verbesserung der fortlaufenden Einnistung bei Zustand nach Fehlgeburt genutzt werden kann. Es soll zur Verbesserung der Chance einer fortlaufenden Schwangerschaft nach einer oder mehreren vorausgegangenen Fehlgeburten (mit oder ohne In-Vitro-Fertilisation) beitragen.

Künstliche Befruchtung
assistierte Reproduktion. Oft wird auch eine Insemination oder IVF als künstliche Befruchtung bezeichnet, jedoch ist die Befruchtung hier nicht künstlich, bei der IVF ist nur der Ort künstlich. Eigentlich gilt dieser Begriff nur für die ICSI

L

L- Arginintherapie

Die L- Arginintherapie im Off lable Use wird in der Kinderwunschtherapie bei eingeschränkter ovarieller Reserve (Eierstockmüdigkeit) über einen begrenzten Zeitraum ab Mitte des Vorzyklus bis zur Auslösespritze oral täglich als Sirup eingesetzt. Zudem soll die zeitweilige L- Arginintherapie bei verschiedenen Krankheitszuständen wie erektile Dysfunktion, Arteriosklerose im Frühstadium, endotheliale Dysfunktion und Bluthochdruck und zur Bereitstellung von Stickoxid im Stoffwechsel hilfreich sein. Weiterhin führt das NO zur Hemmung der Thrombozytenaggregation und -adhäsion. Dadurch wird die Bereitschaft für thrombotische Veränderungen an Gefäßplaque-Rupturen herabgesetzt, dem häufigsten Grund für cerebrale Insulte. Es wird angenommen, dass Arginin die unterdrückte Immunantwort bei schweren Verletzungen, Mangelernährung, Sepsis und nach Operationen positiv beeinflussen kann.

Laparoskopie
Bauchspiegelung
Leydig-Zellen
spezielle Zellen des Hodens, welche Testosteron bilden
LH
luteinisierendes Hormon. Ein Hormon der Hypophyse, welches den Eisprung bei einem reifen Eibläschen bewirkt.
Lupus erythematodes

Der Lupus erythematodes auch Schmetterlingsflechte, ist eine seltene Autoimmunerkrankung. Beim Lupus erythematodes ist das körpereigene Immunsystem fehlreguliert: Es richtet sich nicht nur gegen Bakterien, Viren und Krebszellen, sondern auch gegen gesunde körpereigene Zellen. Dadurch werden Organe und Organsysteme, z.B. die Haut, geschädigt.

Lutealphase
der Zeitraum nach dem Eisprung, also die zweite Zyklushälfte. Das Corpus luteum ist dabei Namen gebend
Lutealphasendefekt
Gelbkörperschwäche
Lymphozytendifferenzierung

Lymphozytendifferenzierung, Immunstatus, Immunphänotypisierung

Die Lymphozytendifferenzierung kann Hinweise auf angeborene (primäre) bzw. erworbene (sekundäre) Immundefekte, auf infekt- und therapiebedingte Zustände und auf das Vorliegen von Leukämien und Lymphomen geben. Es können wichtige unterstützende Informationen zum Erkrankungsverlauf sowie zur Therapiesteuerung erhalten werden, so ermöglichen z.B. die Bestimmungen der CD4-Zellzahl und der CD4/CD8-Ratio auch Aussagen eines babyfreundlichen oder babyunfreundlichen Frauenkörpers. Die Charakterisierung der Lymphozyten erfolgt mittels monoklonaler Antikörper in der Durchflusszytometrie. Für den kleinen zellulären Immunstatus werden die T-Lymphozyten (CD3), T-Helferzellen (CD3/CD4) und die Suppressor- bzw. Zytotoxischen T-Zellen (CD3/CD8) unter Angabe der CD4/CD8-Ratio untersucht. Bei dem großen Immunstatus werden routinemäßig zusätzlich die B-Lymphozyten (CD19), die Natürlichen Killerzellen (NK, CD16/CD56) sowie die aktivierten T-Lymphozyten (HLADR auf CD3 und CD25 auf CD3) untersucht.

M

Maldescensus testis
Hodenhochstand
Menopause
von der Menopause spricht man, wenn die letzte reguläre Monatsblutung mehr als ein Jahr her ist. Statistisch findet diese in einem Alter von ca. 50 Jahren statt
Menstruation
Regelblutung
MESA
microsurgical epididymal sperm aspiration. Operative Entnahme von Spermien aus dem Nebenhoden
Metformintherapie

Das Medikament Metformin kann die Ovulation bei PCOS Patientinnen unterstützen, die Fertilität verbessern, die Insulinresistenz verringern, das abdominelle Fett in einigen Fällen reduzieren und den Appetit zügeln. Außerdem kann Metformin den Gebärmutterblutfluss optimieren und verbessert so die Dicke der Gebärmutterschleimhaut. Zusätzlich wurde festgestellt, dass Metformin die freien Testosterone im Blut senkt, die FSH und LH Ratio normalisiert, die männliche Behaarung von manchen PCOS Frauen reduziert, die schlechten Blutfette (LDL und Cholesterin) reduziert. Metformin hat auch einen positiven Effekt auf Blutgerinnungsprobleme bei Kinderwunschpatientinnen.

Molenschwangerschaft

Molenschwangerschaft, Blighted Eggs, Blighted Ovum, Anembryonic Pregnancy

Bei einer Molenschwangerschaft ist nur die Fruchthöhle ausgebildet. Eine Fruchtanlage ist entweder verkümmert oder nicht angelegt. Diese Eihüllen und die Außenwand des Keimbläschens Trophoblast können ohne Anlage des Embryos mehrere Wochen erhalten bleiben. Die Ursachen können immunologische Probleme sein.

Morphologie
bedeutet im weitesten Sinne 'Aussehen'. Insbesondere beim Spermiogramm verwendeter Begriff zur Beschreibung des Aussehens der einzelnen Spermien. Man kann dadurch Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit der Samenzelle ziehen.
Morula
Embryo, der nach einigen Tagen einen beerenähnlichen Zellklumpen bildet - Morulastadium
Motilität
Beweglichkeit. Meint hier meist Beweglichkeit der Spermien und ist ein Kriterium des Spermiogramms. Sie wird in ortsständige und Progressivmotilität unterteilt. Bei letzterer wird noch eine schnelle Progressivmotilität berücksichtigt. Bei Asthenozoospermie besteht eine eingeschränkte und schlechte Progressivmotilität
MPA
Medroxyprogesteronacetat. Ein synthetisches Gelbkörperhormon.
MTHFR, Methylentetrahydrofolat-Reduktase

MTHFR, Methylentetrahydrofolat-Reduktase

Methylentetrahydrofolat-Reduktase (MTHFR) ist dasjenige Enzym in Wirbeltieren, das 5,10-Methylen-FH4 mit Hilfe von NAD(P)H zu 5-Methyl-FH4 reduziert. Da so das Methylierungsmittel 5-Methyl-FH4 zur Verfügung gestellt wird, ist MTHFR bei vielen Stoffwechselwegen unentbehrlich, unter anderem beim Abbau des schädlichen Homocystein zu Methionin und bei der bakteriellen Methanbildung. MTHFR wird vom Mensch in vielen Gewebetypen exprimiert und ins Blut abgegeben. Varianten des und Mutationen im MTHFR-Gen können zu vermehrter, vor allem aber zu verringerter Produktion und Wirksamkeit des MTHFR-Enzyms führen. Enzymmangel bei Schwangeren kann Ursache für Neuralrohrfehlbildungen wie Spina bifida sein; weiterhin kann MTHFR-Mangel zu Homocystinurie führen und das Risiko für Schlaganfall oder Darmkrebs erhöhen.

Mukus
Cervixsekret, siehe dort
Mumps
Im Rahmen dieser Kinderkrankheit kann es, wenn sie nach der Pubertät auftritt, zu einer Begleitentzündung des Hodens kommen und einer Zerstörung der Samen bildenden Zellen
Myom
gutartige, knotige Wucherung der Gebärmuttermuskulatur
Myomenukleation
Operatives Ausschälen eines Myoms
Myometrium
Gebärmuttermuskulatur

m

missed abortion
eine Fehlgeburt, die noch nicht abgegangen ist

N

Natural Killer Cell Assay

Natural Killer Cell Assay, Nk Killerzellassay, Nk Zytotoxizitätstest, Nk Toxizitätstest

Test bei dem Tumorzellen durch die NK Zellen der Patientin abgetötet werden. Zu hohe Abtötungsraten sprechen für eine zu aktive Funktion der natürlichen Killerzellen und damit für einen babyunfreundlichen Körper.

Natürliche Familienplanung
Unter Zuhilfenahme der Temperaturmessung und der Überprüfung des Zervixsekrets kann der Zeitpunkt des Eisprungs auch ohne Ultraschall und Hormonbestimmungen gut eingegrenzt werden
Natürlichen Killerzellen der Gebärmutterschleimhaut

Natürlichen Killerzellen der Gebärmutterschleimhaut, Uterine Natürliche Killerzellen, u-Nk- Zellen

Behandlungen bei habituellen Aborten (wiederholten Fehlgeburten) oder Implantationsversagen (ausgebliebener Einnistung von Embryonen in die Gebärmutterschleimhaut nach erfolgtem Embryotransfer) gehören zu den schwierigsten in jeder reproduktionsmedizinischen Praxis. Aufgrund aktueller Studienergebnisse ist die Bestimmung von uterinen Killerzellen ein wichtiger Baustein in der diagnostischen Abklärung dieser Patientinnen. Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) sind ein wichtiger Bestandteil unserer angeborenen Immunabwehr und haben darüber hinaus auch Funktionen in der sich anpassenden Immunabwehr. Ihre natürliche Funktion besteht in der Erkennung und Abwehr von virusinfizierten Zellen oder Krebszellen. NK-Zellen gehören zu den wichtigsten Immunzellen während der frühen Schwangerschaft. In internationalen Studien konnte gezeigt werden, dass Killerzellen sowohl im Blut als auch in der Gebärmutterschleimhaut bei Frauen mit Implantationsversagen oder habituellen Aborten eine höhere Konzentration aufweisen. Möglicherweise führen vermehrte Killerzellen im Bereich des Endometriums zu einer Abstoßungsreaktion bzw. verhindern die Einnistung des Embryos.

Nebenhodenaspiration
MESA
Nebennierenrinde
Produktionsort wichtiger Hormone für den Stoffwechsel (Glucokortikoide wie Cortisol) und Mineralhaushalt (Mineralokortikoide wie Aldosteron) des Köpers. Bildet außerdem Androgenvorstufen
Nidation
Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutterschleimhaut
NK- Zellen (Natürliche Killerzellen)

NK- Zellen, Natürliche Killerzellen

Die NK Zellen des peripheren Blutes sind auf Grund des CD16+ Markers in einer dauernden „surch and destroy“ Mission um somit fremde Invasoren zu vernichten. NK Zellen diesen Typs produzieren TNF-alpha, welches sich an schnell teilende Zellen des Embryos heftet und die der Plazenta schädigt und damit zum IVF Versagen führen, eine Molenschwangerschaft oder eine biochemische Schwangerschaft verursachen.

Normozoospermie
Alle untersuchten Spermienparameter sind im Normbereich (Spermiogramm)

O

OAT-Syndrom
Begriff aus dem Spermiogramm: steht für Oligo-Astheno-Teratozoospermie. Also zu wenige, fehlgeformt und schlecht bewegliche Spermien
OHSS
Überstimulationssyndrom
Oligomenorrhoe
seltene Monatsblutungen. Verlängerte Zyklen (>35 Tage) Eumenorrhoe, Polymenorrhoe, Amenorrhoe
Oligozoospermie
Begriff aus dem Spermiogramm: Zu geringe Zahl von Spermien
Oozyte
Weibliche Keimzelle
Ovar
Eierstock
Ovarialinsuffizienz
Unzureichende Funktion des Eierstocks, die entweder auf eine mangelhafte Anregung durch die übergeordneten Hormone (GnRH, LH, FSH) zurückzuführen ist (sekundäre Ovarialinsuffizienz) oder auf dem Fehlen oder mangelhaften Ansprechen von Keimzellen bzw. den Follikeln beruht (primäre Ovarialinsuffizienz).
Ovulation
Eisprung. Die Eizelle verlässt dabei den Follikel und wandert in den Eileiter, wo die Befruchtung stattfindet.
Ovum
Eizelle

Ö

Östradiol
wichtigstes Östrogen
Östrogen
weibliches Hormon. es gibt zwar keine 'weiblichen' und 'männlichen' Hormone, aber Östrogene sind bei der Frau in sehr viel höheren Blutspiegeln vorhanden. Das bekannteste Östrogen ist das Östradiol, welches ausschließlich von den Granulosazellen im reifenden Eibläschen gebildet wird

P

Partnerlymphozytenimpfung

Partnerlymphozytenimpfung, Partnerlymphozytentherapie Partnerlymphozytenimpfung, Partnerlymphozytentherapie, Immuntherapie mit Partnerlymphozyten bei der Frau, Intrakutane Lymphozyten-Immunisierung, Lymphocyte Immunization Therapy, LIT

Partnerlymphozyten Therapie (Lymphocyte Immunization Therapy oder LIT) ist eine Therapie zur Vorbereitung des mütterlichen Immunsystem für eine Schwangerschaft, bei der weiße Blutzellen vom zukünftigen Vater unter die Haut der zukünftigen Mutter gespritzt werden. Weil das Schwangerschaftsgewebe ein Produkt der Gene vom Vater als auch von der Mutter ist, hilft LIT dem mütterlichen Immunsystem bei der Entwicklung der Immuntoleranz gegenüber dem genetisch fremden Schwangerschaftsgewebe.

Pathologisch
Krankhaft
PCO-Syndrom
Polycystische Ovarien. polyzystisch heißt, 'viele Zysten'. Das Bild ist geprägt durch viele kleine Follikel, welche jedoch nicht heranreifen. Meist im Zusammenhang mit einer Hyperandrogenämie ergibt sich dadurch ein Ausbleiben des Eisprungs. Oft auch verbunden mit Übergewicht und/oder Zuckerstoffwechselstörungen
Peristaltik
Kontraktionen, wurmartige Zusammenziehungen eines schlauchähnlichen Muskels wie der Darm zum Transport des Inhalts. Der Uterus wirkt während des Zyklus als peristaltische Pumpe für den gerichteten Transport der Spermien vom Muttermund bzw. Zervikalschleim in die Tube auf der Seite des zu erwartenden Eisprungs
Peritoneum
Bauchfell
PICSI
Auswahl genetisch intakter Spermien für die ICSI mittels eines Gelkissenverfahrens
PID
Präimplantationsdiagnostik
PKD
Polkörperdiagnostik Film zum Download [ca. 5,9MB]
Plazenta
Mutterkuchen
PN-Stadium
Pronucleus-Stadium oder auch Vorkernstadium genannt
Polkörperdiagnostik
Der Polkörper ist ein Produkt der Meiose (Reduktionsteilung). Bei dieser Reduktionsteilung halbiert die Eizelle die Anzahl der 46 Chromosomen auf 23 Chromosomen, die übrig bleibenden 23 Chromosomen werden als Polkörper in den perivitellinen Spalt ausgeschleust. Später reduziert die Eizelle die Chromosomenanzahl erneut und schleust dieses Mal 23 Chromatiden als zweiten Polkörper aus. Mit der Untersuchung der Polkörper ist es möglich auf die Anzahl der in der Eizelle vorhandenen Chromosomen zu schließen, so dass durch die Polkörperdiagnostik mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit genetisch intakte Eizellen nach der Befruchtung für den anstehenden Embryotransfer zur Verfügung stehen. Indiziert ist eine Polkörperdiagnostik bei Frauen über 38 Jahre und bei Frauen mit bereits mehreren nicht erfolgreichen ICSI-Therapieversuchen. Film zum Download [ca. 5,9MB]
Polymenorrhoe
zu kurze Zyklen. poly=häufig. Eumenorrhoe, Oligomenorrhoe, Amenorrhoe
Polyzystische Ovarien
PCO-Syndrom
Postkoitaltest
Hierbei wird kurz vor dem Eisprung nach Geschlechtsverkehr das Gebärmutterhalssekret unter dem Mikroskop untersucht und festgestellt, wie viele bewegliche Spermien nachzuweisen sind
Präimplantationsdiagnostik
In-vitro befruchtete Eizellen werden vor dem Transfer in die Gebärmutter auf chromosomale und genetische Veränderungen hin untersucht
Progesteron
Gelbkörperhormon. wird vom Gelbkörper in der zweiten Zyklushälfte gebildet.
Prolaktin
Hauptsächlich verantwortlich für die Muttermilchproduktion nach der Geburt. Ist aber auch ein Streßhormon und kann dadurch erhöht sein. Auch Störungen der Schilddrüse können zu einer vermehrten Bildung von Prolaktin führen. Erhöhte Prolaktinspiegel stören den Zyklus und die Eizellreifung.
Prolaktinom
gutartiger Knoten in der Hirnanhangsdrüse, welcher Prolaktin produziert
Proliferationsphase
Aufbau der Schleimhaut in der ersten Zyklushälfte mit Östradiol als dem stimulierenden Hormon
Pronucleus-Stadium
(PN) Vorkernstadium. Am ersten Tag nach der Befruchtung zeigen sich die beiden Kerne von Spermium und Eizelle vor der endgültigen Verschmelzung noch einmal getrennt
Prostata
Vorsteherdrüse. Produziert ein Sekret, welches neben Spermien und Samenbläschensekret Bestandteil des Ejakulats ist
Punktion
Eizellentnahme im Rahmen der Reagenzglasbefruchtung. Mit einer Nadel wird unter Ultraschallsicht in die Follikel gestochen und die Flüssigkeit mit den Eizellen abgesaugt

p

primäre Amenorrhoe
wenn Frauen noch nie eine Blutung hatten

R

Reagenzglasbefruchtung
Ein deutscher Ausdruck für IVF, also 'In-Vitro-Fertilisation'. Näheres dazu finden Sie auch im Theorie-Teil dieser Seite
Reproduktion
Fortpflanzung (med.), eigentlich: Vervielfältigung
Reproduktionsmedizin
Teil der Medizin, der sich mit den Mechanismen der Fortpflanzung (Reproduktionsbiologie), ihren Störungen, Erkennungs- und Behandlungsmöglichkeiten befasst
Retrograde Ejakulation
Das Ejakulat geht bei der Ejakulation 'den falschen Weg' und landet in der Harnblase. Meist sind Störungen der Nerven in diesem Bereich die Ursache, Am häufigsten bei Diabetes
Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis) ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke. Der Krankheitsbeginn ist oft schleichend, kann aber auch plötzlich eintreten, mit Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehengelenken. Es können auch andere Gelenke betroffen sein, insbesondere Hand-, Knie-, Schulter, Fuß-, Hüftgelenke. Typischerweise werden bevorzugt die Handwurzelknochen, die Fingergrundgelenke und die proximalen Interphalangealgelenke (PIP) befallen. Die Finger- und Zehenendgelenke sind im Gegensatz zu Gicht nicht betroffen. Die betroffenen Gelenke schwellen an und sind überwärmt. Eine Rötung der betroffenen Gelenke kann hinzukommen. Eine symmetrische Synovitis der stammfernen Gelenke ist typisch, aber nicht zwingend. Morgens sind diese Symptome zumeist am stärksten ausgeprägt; es handelt sich dabei um die symptomatische Morgensteife. Im Krankheitsverlauf werden immer mehr Gelenke befallen.

RIF Repeated Implantation Failure Sprechstunde

RIF Repeated Implantation Failure Sprechstunde, Sprechstunde für Frauen mit rezidivierendem Implantationsversagen

Spezialsprechstunde für Patientinnen mit drei oder mehr nicht erfolgreichen Embryotransferen bei IVF oder ICSI

S

Sactosalpinx
verschlossener Eileiter, mit Gewebsflüssigkeit gefüllt
Salpinx
Eileiter
Samenbläschen
Eine Drüse, welche den Spermien ein Sekret zusetzt, welches die Überlebensfähigkeit in der Scheide verbessert
Schilddrüsendiagnostik

Wichtige Untersuchungen im Rahmen der Abklärung ungewollter Kinderlosigkeit bzw. bei wiederholten Aborte oder wiederholtem Einnistungsversagen. Schilddrüsenultraschall, Schilddrüsenhormonbestimmung, Schilddrüsenantikörperbestimmung.

Schokoladenzysten
Durch Endometriose bedingte Zysten, mit Blut gefüllt
Sekretionsphase
Zweite, von Progesteron gesteuerte Hälfte des Zyklus, in der die Zellen des Endomterium Zeichen einer starken Drüsentätigkeit (Sekretion) aufweisen. Folgt der östrogendominierten Proliferationsphase
Septum
Trennwand. Meist im Zusammenhang mit der Gebärmutter als Uterusseptum bezeichnet. Eine solche Wand kann bindegewebig ausgebildet sein und die Einnistung der Embryonen stören
Sertoli-Cell-only-Syndrom
Ein Begriff, der eine bestimmte Form der männlichen Unfruchtbarkeit erklärt. Hier findet sich im Hoden nur Stützgewebe (Sertoli-Zellen), jedoch kein Spermienproduzierendes Gewebe. Eine Azoospermie ist die Folge
Skrotum
Hodensack
Spermatogenese
auch als Spermiogenese bezeichnet: Bildung und Ausreifung der Samenfäden
Spermien
Samenfäden
Spermienaufbereitung
Methoden, um aus dem Ejakulat Sekrete der Prostata und der Samenbläschen zu beseitigen und nur gut bewegliche Spermien auszufiltern. Es gibt zahlreiche Methoden, die bekannteste ist der Swim-Up
Spermiogenesestörung
Entwicklungsstörung der Spermien durch unterschiedliche Schädigungen (Äußere Einflüsse, genetische)
Spermiogramm
Untersuchung der Spermien oder vielmehr, des Ejakulats. Die wichtigsten Parameter sind: Zahl, Beweglichkeit und Morphologie der Spermien
Sterilisation Definitive
'Unfruchtbarmachung' von Mann oder Frau. Bei der Frau werden dazu die Eileiter im Rahmen einer Bauchspiegelung verschlossen und beim Mann durch einen kleinen Schnitt am Hoden die Samenleiter (Vasektomie). Leider zeigt die Erfahrung, dass diese endgültige Maßnahme zu früh erfolgt und nach einem Partnerwechsel ein erneuter Kinderwunsch auftreten kann.
Sterilität
Überbegriff für den Zustand der ungewollten Kinderlosigkeit Der Begriff gilt für das Paar, allerdings kann auch ein Mann oder eine Frau aus bestimmten Gründen steril sein. Unterschieden wird davon die Infertilität, damit wird die Fähigkeit, schwanger zu werden bei gleichzeitiger Unfähigkeit, die Schwangerschaft auszutragen, beschrieben. Siehe auch Abort.
Subfertilität
eingeschränkte Fruchtbarkeit bei dem Mann oder der Frau
Swim-Up
Spezielle Aufbereitungstechnik für das Ejakulat. Dadurch wird das Ejakulat von den Bestandteilen befreit, die aus Prostata und Samenbläschen stammen. Außerdem werden durch diese Technik nur die gut beweglichen Spermien aussortiert.

s

submuköses Myom
unter der Gebärmutterschleimhaut liegendes Myom. Kann die Einnistung des Embryos behindern

T

Temperaturkurve
auch Ogino-Knauss-Methode genannt; Die Messung der morgendlichen Temperatur (vor dem Aufstehen) lässt durch den Anstieg der Temperatur nach dem Eisprung erkennen, ob ein Eisprung stattgefunden hat
Teratozoospermien
Begriff aus dem Spermiogramm: zu viele fehlgeformte Spermien
TESE
testicular sperm extraction. Entnahme von Spermien direkt aus dem Hoden. Operativer Eingriff bei Azoospermie.
Testes
Hoden
Testosteron
bekanntestes 'männliches' Hormon. Wird im Hoden gebildet. Es wird aber auch im Eierstock, der Haut und der Nebenniere gebildet und ist deshalb beileibe nicht 'männlich', nur bei Frauen in wesentlich niedrigeren Blutspiegeln nachweisbar
Th1/Th2 Ratio

Th1/Th2 Ratio, Th1/Th2 Index, TH1/TH2-Modell

Der Rückschluss auf die Verteilung (Balance) der T-Zell-Untergruppen (TH1, TH2, TH17, Treg) und deren Aktivierungsstatus ist nur durch Messung der stimulierten Zytokinfreisetzung möglich. Dafür wird heparinisiertes Blut des Patienten für 24h mit unspezifischen Stimulantien (Concanavalin A und Staphylococcal enterotoxin B) versetzt. Anschließend werden die in den Überstand freigegebenen Zytokine mittels Multiplex-ELISA (Luminex® 200™) parallel aus einem Ansatz bestimmt. Das Zytokin-Panel zur Einschätzung der Immunkompetenz und der TH1/TH2/TH17-Immunkonstitution eines Patienten enthält die Parameter IL-2, IL-4 ,IL-10, IL-17 und IFN-?.

 

Thekazellen
gewandelt werden
Therapie mit TNF-Blocker

Therapie mit TNF-Blocker, TNF-Blocker

TNF-Blocker sind Arzneistoffe, die in der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen Anwendung finden. Sie sind Hemmstoffe des Signalstoffs Tumornekrosefaktor (TNF), der an der Steuerung der Zellaktivität des Immunsystems beteiligt ist. TNF kann Zelltod, Zell- und Gewebswachstum, Zelldifferenzierung und Ausschüttung anderer Signalstoffe anregen. Er löst Fieber aus und ist an der Entstehung der Kachexie bei bestimmten Krankheiten beteiligt. Ferner wirkt TNF auf den Fettstoffwechsel, die Blutgerinnung, die Insulinresistenz und die endotheliale Funktion. TNF-Blocker werden zur Zeit vor allem zur Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn, der chronisch-entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung Morbus Bechterew, der Hautkrankheit Psoriasis der Gelenkerkrankung Rheumatoide Arthritis und der Takayasu-Arteriitis genutzt.

Triploidie
wenn zwei Spermien gleichzeitig eine Eizelle befruchten, dann entsteht ein Embryo mit dem dreifachen Chromosomensatz, also 69 Chromosomen statt 46. Diese Triploidien müssen aussortiert werden, da die Kinder nicht überlebensfähig wären
Trophoblast
Teil des Embryos, der sich später zum Mutterkuchen (PLazenta) ausbildet
Trophoblast

Das Trophoblast ist die äußere Zellschicht einer Blastozyste und verbindet diese mit der Gebärmutterwand. Es bildet sich am 5. bis 12. Tag nach der Befruchtung aus Blastomeren, weicht mittels Enzymen die Gebärmutterschleimhaut auf und kann sich so an ihr festsetzen.

Tubargravidität
Eileiterschwangerschaft
Tube
Eileiter
Turner-Syndrom
Frauen, welche nur ein X-Chromosom haben, geht meist mit Unfruchtbarkeit einher (Chromosomen)

Ü

Überstimulationssyndrom
seltene Komplikation der Hormonbehandlung. Stark vergrößerte Eierstöcke mit Wasseransammlungen im Bauch und Thrombosegefahr sind die Hauptprobleme.

U

Unfruchtbarkeit
Bezeichnet generell die Unfähigkeit, ein Kind zu bekommen. Sei es durch die Unfähigkeit, schwanger zu werden oder die, es zu bleiben (Abort Infertilität )
Uterine Natürliche Killerzellen

Die u-NK Zellen haben keinen CD 16 Marker und werden deshalb als CD56+/CD16- beschrieben. Der CD16 Marker ist mit der Zytotoxizität assoziiert. Der der CD Marker fehlt bei den u-Nk Zellen, so sind diese u-NK Zellen keine extremen Killermaschinen. Die u-Nk Zellen liegen primär um die Blutgefäße des frühentwickelnden Embryo, welche sich zur Plazenta entwickeln und können Strukturveränderungen hervorrufen, die die Kapazität der Blutversorgungskanäle, die zur Plazenta und zum Fötus ziehen, erhöhen. Hier sezernieren sie Wachstumsmoleküle und fördern die Plazentaentwicklung und die Implantation. Die u-Nk Zellen steigen zunehmend mit dem Peak des Gestationstages 10-12. Nach dem 12. Gestationstag unterziehen sich diese Zellen einer Art langsamen Zelltod und verschwinden von der Implantationsfläche. Diese Zellen fehlen bei der reifen Dezidua der normalen Schwangerschaft. Die U-Nk haben nur 15% der „Killingpower“ der im peripheren befindlichen Killerzellen = CD56/CD16+. Die U-Nk stellen die meisten weißen Blutzellen der Gebärmutter dar. Bei zu vielen u-Nk Zellen kann es auch zu Fertilitätsproblemen kommen.

Uterus
Gebärmutter
Uterus arcuatus
Fehlbildung der Gebärmutter. Bezeichnet eine Vorstufe des Uterus bicornis, jedoch ohne eindeutige Trennung in zwei Gebärmutterhöhlen
Uterus bicornis
Eine Fehlbildung der Gebärmutter. Hierbei sind zwei Gebärmutterhöhlen angelegt, welche sich zum Gebärmutterhals hin wieder vereinigen
Uterusfehlbildungen
In der Embryonalentwicklung zustande kommende Fehlbildung meistens infolge inkompletter Vereinigung von zwei Gangsystemen zum Uterus (Müllersche Gänge)

V

Varicozele
Krampfader am Hoden. Diese führt zu einer erhöhten Hodentemperatur und dadurch zu einer Verschlechterung der Spermienproduktion. Kann operativ entfernt werden
Vasektomie
Verschluss der Samenleiter (Sterilisation)
Verflüssigungszeit
Das Ejakulat ist unmittelbar nach der Ejakulation zähflüssig. ungefähr nach einer halben Stunde wird es jedoch deutlich flüssiger (=Verflüssigungszeit)
Vorkernstadium
Pronucleus-Stadium

W

Wechseljahre
Zeitraum in dem die Eierstöcke allmählich ihre Fähigkeit zur Eizell- und Hormonproduktion verlieren
Windmole
Eine Form der Fehlgeburt ( Abort). Hierbei wächst die Frucht in den frühen Schwangerschaftswochen nicht weiter. Es kommt also zu einer Fehlgeburt, jedoch ohne Blutungen oder andere äußerlich erkennbare Zeichen.

Z

ZIFT
(Zygote intrafallopian transfer; intratubarer Zygotentransfer): anders als bei dem Embryotranfer mit Einspülung befruchteter Eizellen in die Gebärmutter, wird die Zygote (befruchtete Eizelle) in den Eileiter transferiert (TET)
Zona pellucida
die Eizelle umhüllende Membran. Diese wird beim Assisted Hatching gezielt verdünnt, um das 'Schlüpfen' und Einnisten des Embryos zu erleichtern
Zygote
Befruchtete Eizelle (erstes Stadium embryonaler Entwicklung).
Zyklus
Zeitraum zwischen zwei Monatsblutungen. Berechnet vom ersten Tag der einen bis zum ersten Tag der nächsten Blutung. Eumenorrhoe, Polymenorrhoe, Oligomenorrhoe, Amenorrhoe
Zyklusmonitoring
Überwachung des Zyklus durch Ultraschall (Follikulometrie), Hormonbestimmungen und Prüfung des Zervixfaktors zur Festlegung des Eisprungs
Zytokinspiegel

Zytokinspiegel,  intrazelluläre Zytokinmessung, Intrazelluläre Zytokine

Test-Prinzip: Die Bestimmung von Zytokinspiegeln im Blut ist zum Nachweis einer Entzündung wichtig. Auf Grund der kurzen in vivo-Halbwertzeit, der niedrigen Blutspiegel und der phasenhaften Freisetzung, kann aus diesen Werten aber nicht auf die aktuelle Immunbalance geschlossen werden.