Prüfung auf einen Eileiterverschluss

Der Eileiter ist eine sehr filigrane, zarte Struktur der an der Gebärmutter ansetzt. Er dient als Transportröhre für die Eizellennach dem Eisprung und die Samenzellen.

Sollte er verschlossen sein, kann keine Schwangerschaft auf natürlichem Wege eintreten.

Die Prüfung der Eileiter-Durchlässigkeit ist daher eine der wichtigsten Untersuchung bei der Abklärung des unerfüllten Kinderwunsches.

Die Eileiter sind im Ultraschall zunächst nicht darstellbar.

Neben der Analyse der Samenzellqualität und Bestimmung der Eizellreserve ist die Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit eine der wichtigsten Untersuchungen beim unerfüllten Kinderwunsch.

Bevor die Eileiter auf einen einseitigen oder beidseitigen Verschluss hin geprüft werden, muss unbedingt die Samenzellqualität bekannt sein.

Daher sollte immer bevor eine Eileiter-Durchlässigkeits-Prüfung gemacht wird, ein Spermiogramm gemacht werden um zu prüfen, ob die Samenzellqualität für eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege oder für eine Insemination geeignet ist.

Beim Einsatz von Spendersamen ist gesichert, dass die Samenzellqualität die Therapiechancen beeinträchtigt.

Hysterosalpingo-Kontrastsonographie
Hysterosalpingo-Kontrastsonographie

Viele Frauen erleiden im Laufe Lebens eine meist unbemerkte Infektion der Eileiter. Die häufigste Diagnose ist dabei eine Chlamydien-Infektion.

Aber auch andere meist beim Sex übertragene Bakterien können eine Entzündung / Infektion der Eileiter auslösen, in deren Folge diese dann verkleben und nicht mehr für die Samenzellen oder die Eizellen, die aus dem Eierstock ihnen entgegen kommen, durchlässig sind.

Zur Abklärung kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:

  1. Untersuchung mittels Ultraschall
    Es wird zunächst ein kleiner Schlauch (Katheder) in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Mittels eines Kontrastmittels wird unter Ultraschallsicht überprüft, ob ggf. ein einseitiger oder beidseitiger Verschluss der Eileiter vorliegt.

    Diese sanfte Untersuchungsmethode ist der "Goldstandart" im Ceres Kinderwunschzentrum.
  1. Bauchspiegelung (Laparoskopie)
    In seltenen Fällen ist eine Bauchspiegelung zur Entfernung von Zysten, von Endometriose-Herden oder Lösung von Verwachsungen angezeigt. In diesem Fall kann man „nebenbei“ die Eileiter Durchlässigkeit mit mittels einer blauen Flüssigkeit (Chromopertubation/“Blauprobe“) testen.

Sollten beide Eileiter verschlossen sein sollten Verfahren der künstlichen Befruchtung wie IVF oder ICSI diskutiert werden.